Homage an die Haut

Die Haut ist ein phantastisches Organ und zudem das flächenmäßig größte und schwerste Organ des menschlichen Körpers.

Ich würde also so weit gehen und behaupten, dass die Fachdisziplin der Dermatologie eines der wichtigsten Fächer der Medizin darstellt 😉

Im Winter hält uns die Haut warm. Wir profitieren von ihren isolierenden Eigenschaften. Die Ausbildung von Gänsehaut und das damit verbundene Zusammenziehen der kleinen Muskeln verringert ihre Oberfläche, um uns warm zu halten. Als wir früher noch dichter behaart waren, sorgte das Aufstellen der Haare für eine zusätzliche Isolationsschicht unterhalb der Haare (Zirkulation der Luft zwischen Haut und Haaren).

Im Sommer kühlt uns ihre Fähigkeit zur Schweiß-Produktion.

Die Haut ist stabil genug, um sich bei starkem Reiben oder Kratzen nicht sofort in ihre Bestandteile aufzulösen.

Dabei ist sie aber geschmeidig genug, um den darunter liegenden Strukturen (Muskeln, Bändern, Sehnen) genügend Bewegungsspielraum zu lassen.

Die Haut sorgt sogar selber für eine ausreichende Geschmeidigkeit. Dafür sind nämlich die Talgdrüsen zuständig, die abgesehen von Schleimhäuten, Hand- und Fußsohlen am gesamten restlichen Körper zu finden sind. Und für unseren individuellen Duft sorgen spezielle Duftdrüsen unter den Achseln, im Genital-/Perianalbereich und rund um die Brustwarzen.

Die Haut verhindert im Normalzustand sogar das Eindringen von Keimen und Allergie-auslösenden Fremdsubstanzen.

Die Haut ist Außenposten unseres Immunsystems, sie signalisiert unserem Körper, ob auf die Haut treffende Bestandteile (Viren, Bakterien, Allergene, reizende Substanzen, etc.) als feindlich oder friedlich eingestuft werden dürfen.

Alle diese Eigenschaften werden von der Haut tagtäglich übernommen, ohne dass wir uns darum kümmern müssen.

Und darum ist die Haut einfach toll!!!

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