Aktinische Keratosen: erkennen, behandeln und Hautkrebs vorbeugen

WAS SIE ÜBER AKTINISCHE KERATOSEN WISSEN SOLLTEN

Foto: Aktinische Keratose an der Hand: typischerweise handelt es sich um eine nicht heilende, rauhe Kruste

Es gibt Hautveränderungen, bei denen Patientinnen und Patienten ziemlich zuverlässig sagen:

„Das ist schon ewig da. Manchmal kratze ich es ab, aber dann kommt es wieder.“

Und schon werde ich hellhörig.

Aktinische Keratosen sind raue, schuppende oder verhornte Hautstellen, die durch langjährige UV-Schädigung entstehen. Meist sitzen sie genau dort, wo die Sonne jahrzehntelang ungehindert auf die Haut scheinen durfte: im Gesicht, auf der Glatze, an den Ohren oder auf den Handrücken.

Das Tückische: Anfangs sehen sie häufig ausgesprochen unspektakulär aus. Ein bisschen rau. Ein bisschen schuppig. Ein Fleck, der einfach nicht so richtig verschwinden will.

Man könnte ihn problemlos unter „trockene Haut“ verbuchen.

Sollte man aber nicht immer.

Denn aktinische Keratosen gelten als Vorstufen beziehungsweise sehr frühe Formen eines kutanen Plattenepithelkarzinoms. Nicht jede einzelne aktinische Keratose entwickelt sich zu Hautkrebs. Manche bilden sich sogar wieder zurück. Leider steht ihnen aber nicht auf der Stirn geschrieben, welche brav bleibt und welche irgendwann invasiv wächst.

Und genau deshalb schauen wir Dermatologen uns diese kleinen rauen Stellen etwas genauer an.

Was ist eine aktinische Keratose?

Der Begriff „aktinisch“ bedeutet vereinfacht durch Strahlung verursacht. Gemeint ist in erster Linie die ultraviolette Strahlung der Sonne.

UV-Strahlung schädigt die DNA unserer Hautzellen. Glücklicherweise verfügt die Haut über ziemlich beeindruckende Reparaturmechanismen. Irgendwann können diese Systeme aber an ihre Grenzen kommen.

Und die Haut hat ein ausgesprochen gutes Gedächtnis.

Der Sonnenbrand mit 19 ist also nicht automatisch vergessen, nur weil man mit 55 sehr gewissenhaft Lichtschutzfaktor 50 benutzt.

Entscheidend ist vielmehr die über Jahrzehnte angesammelte UV-Dosis.

Durch diese chronische Schädigung können sich Keratinozyten – also Zellen der Oberhaut – verändern und zunehmend ungeordnet wachsen. Daraus können aktinische Keratosen entstehen.

Wie erkennt man eine aktinische Keratose?

Aktinische Keratosen können sehr unterschiedlich aussehen.

Manche sieht man zunächst kaum – dafür fühlt man sie.

Beim Darüberstreichen wirkt die Haut plötzlich rau, fast ein bisschen wie feines Sandpapier. Manchmal lässt sich eine kleine Schuppe oder Kruste abkratzen. Sie verschwindet kurz – und einige Zeit später ist sie wieder da.

Typisch sind zum Beispiel:

  • raue oder schuppende Hautstellen
  • rötliche, hautfarbene oder bräunliche Flecken
  • fest haftende Schuppen oder Krusten
  • manchmal deutlich verdickte, verhornte Veränderungen
  • gelegentlich Brennen oder Empfindlichkeit
  • kleine Einrisse oder Blutungen

Gerade frühe aktinische Keratosen sind häufig kaum sichtbar.

Deshalb darf man Haut ausnahmsweise ruhig einmal anfassen.

Wo treten aktinische Keratosen besonders häufig auf?

Dort, wo die Sonne über Jahre besonders gute Arbeitsbedingungen hatte.

Also auf den klassischen Sonnenterrassen des Körpers:

  • Stirn und Gesicht
  • Glatze
  • Ohren
  • Unterlippe
  • unbehaarte oder dünn behaarte Kopfhaut
  • Dekolleté
  • Unterarme
  • Handrücken

Bei Männern mit Glatze findet man häufig nicht nur eine einzelne kleine Keratose, sondern gleich ein ganzes Areal mit unterschiedlichen rauen, rötlichen oder verhornten Stellen.

Und damit kommen wir zu einem wichtigen Begriff.

Feldkanzerisierung – wenn nicht nur eine Stelle UV-geschädigt ist

Die Sonne bestrahlt freundlicherweise nicht nur exakt den einen Quadratzentimeter Haut, auf dem später eine aktinische Keratose entsteht.

Hat jemand beispielsweise über Jahrzehnte sehr viel Sonne auf der unbehaarten Kopfhaut abbekommen, ist häufig das gesamte Areal UV-geschädigt.

Man spricht dann von einer Feldkanzerisierung.

Zwischen den sichtbaren aktinischen Keratosen können sich bereits weitere genetisch veränderte Zellen befinden, die man mit bloßem Auge noch gar nicht erkennt.

Das erklärt auch, warum man bei manchen Patienten eine einzelne Keratose wunderbar vereist – und einige Monate später zwei Zentimeter daneben die nächste auftaucht.

Die Kryotherapie war dann nicht schlecht.

Die Sonne war nur vorher schon ziemlich fleißig.

Wer hat ein erhöhtes Risiko?

Je mehr UV-Strahlung sich im Laufe des Lebens angesammelt hat, desto größer wird grundsätzlich das Risiko.

Besonders häufig sehen wir aktinische Keratosen bei Menschen mit:

  • heller Haut
  • wenig Pigmentierung
  • Glatze oder sehr dünnem Haar
  • langjähriger beruflicher Tätigkeit im Freien
  • intensiver Freizeit-Sonnenexposition
  • zahlreichen früheren Sonnenbränden
  • höherem Lebensalter
  • geschwächtem Immunsystem beziehungsweise Immunsuppression

Gerade bei organtransplantierten Patientinnen und Patienten ist das Thema besonders wichtig. Unter einer dauerhaften Immunsuppression treten aktinische Keratosen und Plattenepithelkarzinome wesentlich häufiger auf und können aggressiver verlaufen.

Hier darf man mit Hautkontrollen deshalb durchaus etwas pingeliger sein.

Ist eine aktinische Keratose schon Hautkrebs?

Das ist tatsächlich eine Frage der Definition – und Dermatologen können über solche Definitionen erstaunlich lange diskutieren.

Klar ist:

Aktinische Keratosen bestehen aus UV-geschädigten, atypisch veränderten Keratinozyten und gehören zum biologischen Kontinuum, aus dem sich ein invasives kutanes Plattenepithelkarzinom entwickeln kann.

Nicht jede Keratose entwickelt sich weiter.

Einzelne Läsionen können auch über Jahre stabil bleiben oder sich zurückbilden.

Das kleine Problem dabei:

Die einzelne aktinische Keratose verrät uns leider nicht, was sie in fünf Jahren vorhat.

Deshalb werden aktinische Keratosen in aller Regel behandelt – insbesondere wenn zahlreiche Veränderungen beziehungsweise eine ausgeprägte Feldkanzerisierung bestehen.

Wann sollte ich eine solche Stelle zeigen?

Eine kleine raue Stelle muss natürlich nicht am selben Nachmittag dermatologisch abgeklärt werden.

Aufmerksam würde ich aber insbesondere werden, wenn eine Hautveränderung:

  • über Wochen bestehen bleibt
  • immer wieder verkrustet
  • zunehmend dicker wird
  • schnell wächst
  • empfindlich oder schmerzhaft wird
  • spontan blutet
  • sich knotig entwickelt
  • oder plötzlich deutlich anders aussieht als zuvor

Schmerz beziehungsweise Druckempfindlichkeit bei einer aktinischen Keratose macht mich beispielsweise eher aufmerksam, weil dahinter bereits ein invasives Wachstum stecken kann.

Dann möchte ich genauer hinsehen.

Wie stellt der Hautarzt die Diagnose?

Meistens erfreulich unkompliziert.

Viele aktinische Keratosen erkennt man bereits anhand ihres typischen Aussehens, ihrer rauen Oberfläche und der Lokalisation.

Zusätzlich kann ein Dermatoskop hilfreich sein.

Eine Biopsie braucht man nicht bei jeder typischen aktinischen Keratose.

Wenn die Veränderung jedoch ungewöhnlich aussieht, stark verhärtet ist, schnell wächst, wiederholt blutet oder ein invasives Plattenepithelkarzinom nicht sicher ausgeschlossen werden kann, kann eine Gewebeprobe sinnvoll sein.

Denn irgendwann reicht auch dem Dermatologen „Sieht eigentlich typisch aus“ nicht mehr.

Wie werden aktinische Keratosen behandelt?

Hier gibt es erfreulicherweise nicht nur eine Möglichkeit.

Welche Therapie sinnvoll ist, hängt unter anderem davon ab:

  • wie viele aktinische Keratosen vorhanden sind
  • wie dick beziehungsweise verhornt sie sind
  • wo sie liegen
  • ob nur einzelne Stellen oder ein größeres Hautfeld betroffen sind
  • welche Vorerkrankungen bestehen
  • wie empfindlich die Haut ist
  • und nicht zuletzt davon, welche Behandlung der Patient tatsächlich durchführen kann und möchte

Eine einzelne dicke Keratose auf dem Handrücken ist therapeutisch etwas anderes als zwanzig flache Keratosen auf einer komplett sonnengeschädigten Glatze.

Deshalb gibt es auch nicht die eine beste Therapie für alle.

Einzelne aktinische Keratosen: Vereisung und Kürettage

Kryotherapie

Bei einzelnen aktinischen Keratosen ist die Behandlung mit flüssigem Stickstoff sehr verbreitet.

Der flüssige Stickstoff hat ungefähr −196 °C.

Damit wird die Hautveränderung kontrolliert eingefroren. Die geschädigten Zellen werden zerstört, anschließend entsteht häufig eine Rötung, manchmal eine Blase oder Kruste, und die Stelle heilt wieder ab.

Das geht schnell und ist in der Praxis ausgesprochen praktisch.

Bei zahlreichen Veränderungen möchte man allerdings ungern jede einzelne Keratose nacheinander vereisen. Außerdem behandelt man damit eben nur das, was man bereits sieht.

Kürettage beziehungsweise operative Entfernung

Stärker verhornte oder klinisch auffällige Veränderungen können abgetragen oder operativ entfernt werden.

Das hat einen zusätzlichen Vorteil:

Das entfernte Gewebe kann anschließend unter dem Mikroskop untersucht werden.

Gerade wenn unklar ist, ob aus der aktinischen Keratose eventuell bereits ein invasives Plattenepithelkarzinom geworden ist, ist das ausgesprochen praktisch.

Wenn ein ganzes Hautareal geschädigt ist

Bei einer ausgeprägten Feldkanzerisierung kommen sogenannte feldgerichtete Therapien ins Spiel.

Dabei behandelt man nicht nur die drei Stellen, die gerade besonders hübsch schuppen, sondern ein größeres sonnengeschädigtes Hautareal.

Hier stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung.

5-Fluorouracil

5-Fluorouracil – kurz 5-FU – hemmt die Vermehrung sich teilender Zellen.

Bei aktinischen Keratosen wird der Wirkstoff lokal auf die Haut aufgetragen.

Während der Behandlung kann das behandelte Areal ziemlich beeindruckend aussehen: Rötung, Krusten, Erosionen und Entzündung gehören je nach verwendeter Zubereitung und Therapieschema durchaus dazu.

Das sieht für den Patienten manchmal schlimmer aus als die Erkrankung vorher.

Entsprechend hilfreich ist es, vor Beginn der Therapie darüber zu sprechen.

Sonst ruft der Patient nach einigen Tagen verständlicherweise an und berichtet leicht beunruhigt, dass die von der Hautärztin verschriebene Creme offenbar die komplette Stirn zerstört.

Hat sie meistens nicht.

Imiquimod

Imiquimod funktioniert anders.

Hier wird nicht direkt eine klassische zellschädigende Substanz eingesetzt, sondern das körpereigene Immunsystem lokal aktiviert, damit es gegen die veränderten Zellen vorgeht.

Auch dabei entsteht häufig eine entzündliche Hautreaktion.

Je nach Präparat und Behandlungsschema unterscheiden sich Dauer und Häufigkeit der Anwendung.

Auch hier gilt:

Eine sichtbare Reaktion ist häufig Bestandteil der Therapie – aber „je schlimmer, desto besser“ ist trotzdem keine sinnvolle medizinische Regel.

Tirbanibulin

Tirbanibulin ist eine neuere lokale Therapieoption.

Der Wirkstoff beeinflusst unter anderem die Tubulin-Polymerisation und Signalwege, die für das Wachstum veränderter Zellen relevant sind.

Ein praktischer Vorteil ist die kurze Behandlungsdauer von fünf Tagen.

Gerade für Patienten, die bei einem mehrwöchigen Therapieschema spätestens ab Woche zwei anfangen würden, kreativ mit der Anwendung umzugehen, kann das durchaus attraktiv sein.

Welche Therapie geeignet ist, hängt aber auch hier von Größe und Lokalisation des behandelten Feldes sowie vom individuellen Befund ab. Die S3-Leitlinie führt Tirbanibulin als Option sowohl für einzelne beziehungsweise multiple aktinische Keratosen als auch bei Feldkanzerisierung. Leitlinienprogramm Onkologie

Photodynamische Therapie

Bei der photodynamischen Therapie, kurz PDT, wird zunächst eine lichtempfindlich machende Substanz auf die betroffene Haut aufgetragen.

Diese reichert sich bevorzugt in veränderten Zellen an. Anschließend wird das Hautareal mit einer geeigneten Lichtquelle belichtet.

Alternativ gibt es die Tageslicht-PDT, bei der kontrolliertes Tageslicht genutzt wird.

Die veränderten Zellen werden durch die photochemische Reaktion geschädigt.

Ein Vorteil der PDT ist, dass sich größere Hautfelder behandeln lassen und das kosmetische Ergebnis häufig sehr gut ist.

Die klassische PDT kann allerdings während der Belichtung durchaus schmerzhaft sein.

„Ein bisschen warm“ wäre hier bei manchen Patienten eine ausgesprochen optimistische Beschreibung.

Welche Behandlung ist nun die beste?

Die Frage bekomme ich naturgemäß häufig.

Und die dermatologisch wenig spektakuläre Antwort lautet:

Es kommt darauf an.

Eine einzelne kräftige Keratose kann man hervorragend vereisen oder kürettieren.

Zwanzig flache Keratosen auf einer stark sonnengeschädigten Glatze möchte ich lieber als Feld behandeln.

Im Gesicht spielen kosmetische Aspekte eine größere Rolle als beispielsweise auf dem Handrücken.

Bei manchen Patienten funktioniert eine PDT wunderbar, bei anderen passt eine Creme besser.

Die beste Therapie ist also die, die zum Befund, zur Lokalisation und zum Patienten passt – und die am Ende auch tatsächlich durchgeführt wird.

Können aktinische Keratosen nach der Behandlung wiederkommen?

Ja.

Eine erfolgreich behandelte Keratose beseitigt die vorhandene Hautveränderung.

Sie löscht aber leider nicht die UV-Schädigung der letzten Jahrzehnte.

Deshalb können später neue aktinische Keratosen entstehen – entweder an derselben Region oder direkt daneben.

Wer einmal aktinische Keratosen entwickelt hat, sollte seine Haut daher regelmäßig selbst beobachten und je nach Befund dermatologisch kontrollieren lassen.

Wie kann ich neuen aktinischen Keratosen vorbeugen?

Der wichtigste beeinflussbare Faktor ist – wenig überraschend – UV-Strahlung.

Und hier geht es nicht darum, sich künftig nur noch zwischen Keller und Tiefgarage zu bewegen.

Sinnvoll sind:

  • intensive Mittagssonne möglichst meiden
  • Schatten nutzen
  • Kopfbedeckung tragen
  • bei Glatze konsequent Sonnenschutz verwenden
  • schützende Kleidung nutzen
  • unbedeckte Haut mit geeignetem Sonnenschutzmittel schützen
  • regelmäßig ausreichend nachcremen
  • Sonnenbänke meiden

Besonders wichtig finde ich einen einfachen Punkt:

Nicht erst mit 70 anfangen.

UV-Schäden summieren sich über das Leben.

Sonnenschutz ist deshalb keine Anti-Aging-Maßnahme für irgendwann, sondern etwas, das möglichst früh beginnen sollte.

Häufige Fragen zu aktinischen Keratosen

Kann eine aktinische Keratose von selbst verschwinden?

Ja.

Einzelne aktinische Keratosen können sich spontan zurückbilden. Sie können allerdings auch bestehen bleiben, wiederkommen oder sich weiterentwickeln.

Da man der einzelnen Läsion ihre Zukunft nicht ansieht, ist „Dann warten wir einfach zehn Jahre und schauen mal“ nicht unbedingt meine bevorzugte Strategie.

Muss jede aktinische Keratose behandelt werden?

In der Regel wird eine Behandlung empfohlen.

Wie behandelt wird, hängt allerdings sehr stark von Zahl, Ausdehnung, Lokalisation, Begleiterkrankungen und dem Gesamtrisiko des Patienten ab.

Kann ich eine aktinische Keratose selbst abkratzen?

Man kann erstaunlich viele Dinge selbst abkratzen.

Das bedeutet nicht automatisch, dass man es tun sollte.

Das Entfernen der oberflächlichen Schuppe beseitigt die darunterliegenden veränderten Zellen nicht. Eine dauerhaft raue, wiederkehrend schuppende oder verkrustende Stelle sollte deshalb dermatologisch beurteilt werden.

Ist eine aktinische Keratose ansteckend?

Nein.

Sie entsteht durch UV-bedingte Veränderungen der Hautzellen und hat nichts mit einer Infektion zu tun.

Welche Creme hilft am besten?

Es gibt verschiedene zugelassene Wirkstoffe mit unterschiedlichen Vor- und Nachteilen.

Welche Behandlung geeignet ist, hängt davon ab, was, wo und wie großflächig behandelt werden soll.

Die beste Creme für sämtliche aktinischen Keratosen gibt es leider nicht.

Das wäre auch zu einfach.

Sind aktinische Keratosen gefährlich?

Sie sind kein akuter Notfall.

Sie zeigen allerdings, dass die Haut bereits eine erhebliche chronische UV-Schädigung erfahren hat, und einzelne Läsionen können sich zu einem invasiven Plattenepithelkarzinom weiterentwickeln.

Ignorieren würde ich sie deshalb nicht.

Fazit

  • Aktinische Keratosen entstehen durch langjährige UV-Schädigung.
  • Besonders häufig finden wir sie auf Gesicht, Glatze, Ohren und Handrücken.
  • Frühe Veränderungen kann man manchmal besser fühlen als sehen.
  • Sie gehören zum biologischen Kontinuum zum kutanen Plattenepithelkarzinom.
  • Welche einzelne Keratose sich weiterentwickeln wird, können wir nicht zuverlässig vorhersagen.
  • Bei einzelnen Veränderungen kommen beispielsweise Kryotherapie oder Kürettage infrage.
  • Bei einer Feldkanzerisierung können unter anderem 5-Fluorouracil, Imiquimod, Tirbanibulin oder eine photodynamische Therapie sinnvoll sein.
  • Auch nach erfolgreicher Therapie können neue aktinische Keratosen entstehen.
  • Und das Wirksamste, was man langfristig selbst beitragen kann, bleibt ziemlich unspektakulär: vernünftiger UV-Schutz.

Medizinisch aktualisiert: September 2026
Autorin: Prof. Dr. med. Maria Gaiser, Fachärztin für Dermatologie

Quellen

  1. Heppt MV, Leiter U, Steeb T et al.: S3-Leitlinie „Aktinische Keratose und Plattenepithelkarzinom der Haut“ – Update 2023, Teil 1: Therapie der aktinischen Keratose, Morbus Bowen, Cheilitis actinica, berufsbedingte Erkrankung und Versorgungsstrukturen. J Dtsch Dermatol Ges. 2023;21:1249–1262. AWMF
  2. Leiter U, Heppt MV, Steeb T et al.: S3 guideline „actinic keratosis and cutaneous squamous cell carcinoma“ – update 2023, part 2. J Dtsch Dermatol Ges. 2023;21:1422–1433. AWMF
  3. Leitlinienprogramm Onkologie: Patientenleitlinie Plattenepithelkarzinom der Haut und Vorstufen. AWMF Leitlinienregister